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„Neue Sporterfahrung“ - Besuch der Rollstuhlbasketballer des RBC Köln 99ers

in Aktion

la Mannschaft


Eine ganz besondere Sporterfahrung konnten die drei Klassen 9A, 9B und 7B am 8. November 2018 machen, besuchten uns doch, auf Initiative von Herrn Schmeling, die Rollstuhlbasketballer des Bundesligisten RBC Köln 99ers, um unseren Schülerinnen und Schülern diese recht unbekannte Sportart vorzustellen und vor allem diese mit ihnen auszuprobieren.
Denn Rollstuhlbasketball ist ein eindrucksvolles Spiel auf Rädern, bei dem auch der Inklusionsgedanke mitspielt. Bei der schnellen Sportart spielen Behinderte und Nichtbehinderte (im Rollstuhlsport „Fußgänger“ genannt) gemeinsam. Abhängig vom Grad der Behinderung erhält ein Spieler eine Bepunktung, z.B. 1 Punkt bei einer starken Einschränkung bis zu 4,5 Punkten für Fußgänger). Pro Mannschaft dürfen dann maximal 14,5 Punkte aufgestellt werden.
Die Disziplin der Paralympics ist mit ihrem Regelwerk an den klassischen Basketballsport angelehnt und nur durch die Anforderungen des Rollstuhls, etwa durch eine besondere Dribbelregel, modifiziert.

Besonders erwähnenswert ist dabei zudem, dass das Rollstuhlbasketballprojekt am Beethoven-Gymnasium seinen Ursprung hatte.
Herr Katzer, 2001 noch Referendar am BG, hatte derzeit die Idee, Rollstuhlbasketball als besondere Lernerfahrung in seinem Basketball-Oberstufenkurs zu unterrichten. In Zusammenarbeit mit dem Rollstuhlsportverband und dem ASV-Bonn (damals deutscher Rollstuhlbasketballmeister) entwickelte und erprobte er das Konzept, mit dem heute Rollstuhlbasketball an Regelschulen und in Vereinen erprobt werden kann.

Und so halfen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9B gerne am frühen Morgen schon vor Unterrichtsbeginn mit, die rund 20 Spezialrollstühle – Extra-Anfertigungen mit abgeschrägten Rädern und einer zusätzlich hinten angebrachten Rolle, die das Umkippen verhindern – die Treppen hinauf zu unserer Sporthalle zu tragen.
Nach einer kurzen Vorstellung und Einführung in die neue Sportart, ging es auch schon direkt los. Die Schülerinnen und Schüler probierten sich zunächst im Vorwärts-, Rückwärts- und Slalomfahren aus, bevor sie sich schließlich im Dribbeln und am Korbwurf versuchen durften. Hierbei erfuhren die Schülerinnen und Schüler die größte Schwierigkeit, da die Streckung des Oberkörpers und der Arme ohne den Einsatz des Unterkörpers enorme Krafteinbußen mit sich brachte. Demgemäß war die Freude umso größer, als bei den abschließenden Zielspielen doch einige Körbe erzielt wurden. Darüber hinaus fiel den Schülerinnen und Schülern auf, dass man dadurch,  dass das Dribbling im Rollstuhl schwieriger ist, viel gemeinschaftlicher agierte und viele mehr als üblich am Spiel beteiligt waren.
Und so waren sich alle Klassen am Ende des Schultages mehr als einig, dass dieses Projekt ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird und sie auch für die Schwierigkeiten des Rollstuhlfahreralltags sensibilisiert worden sind.

Ein großer Dank geht nicht nur an die RBC Köln 99ers, sondern auch an die Deutsche Telekom, die dieses oben vorgestellte Förderprojekt namens  „Neue Sporterfahrung“ bundesweit in Kooperationen mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS), der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der Deutschen Sporthilfe durchführt.