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Lateinisch

Lehrer: Herr Bordin, Herr Braun, Herr Büttner, Herr Dautzenberg, Frau Gräf-Fröhlich, Herr Kirchhoff, Herr Lazar, Herr Meuser, Frau Mosebach-Kaufmann, Frau Rüst, Herr Schaaf, Herr Schmeling, Frau Tosstorff

Fachkonferenzvorsitzender: Herr Dautzenberg

Klasse/Stufe: Jgst. 5 - 10 oder Jgst. 6 - 10; ggf. auch 11/12

Latein wählen alle unser Schülerinnen und Schüler - früher oder später: Entweder Latein ab Klasse 5 bis Ende Jgst. 10 oder Latein von der 6. bis Ende der Jgst. 10. Das Zustandekommen eines weiterführenden Grund- oder Leistungskurses nach dem Erwerb des großen Latinums am Ende von Jgst. 10 hängt vom Wahlverhalten der SchülerInnen ab.

Latein war einst die Völker verbindende Sprache rund um das Mittelmeer. Es wurde als solche die Grundlage und „Mutter“ vor allem der romanischen Sprachen (Italienisch, Spanisch/Portugiesisch, Französisch, Rumänisch). Latein war darüber hinaus im christlichen Europa die Sprache, in der Bildung und Wissenschaft vermittelt und begrifflich fixiert wurde. Durch die Bildungsarbeit der Mönche wurde etwa das Englische nicht unerheblich lateinisch geprägt. Lateinisches lässt sich daher in der Terminologie der unterschiedlichen Wissenschaften, aber auch in vielen Lehnwörtern entdecken.

Dieser Bildungsprozess hat aber vor allem auch in die Tiefe gewirkt und in den Denkstrukturen unserer Wissenschaften und unserer Kultur deutliche Spuren hinterlassen. Konsequenterweise ist das Lateinische und das Latinum bis heute die Bedingung für den Abschluss in zahlreichen Studiengängen.

So ist Latein als Schlüsselsprache Europas ein Basisfach der gymnasialen Bildung, und zwar in mehrfacher Hinsicht:

Das Lateinische fördert in hohem Maße sprachliche Kompetenz, da der innere Aufbau der Sprache zur Reflexion grammatischer Strukturen zwingt. Dies kommt dem Sprachgefühl und Sprachverständnis sowohl in der Muttersprache als auch in den modernen Fremdsprachen zugute.

Diese Tatsache macht den Lateinunterricht zu einem Ort der Entdeckung von Sprache, weil es den Lernenden erlaubt, „enthüllende, ja geradezu indiskrete Blicke hinter die Kulissen der eigenen Muttersprache (und die der romanischen Tochtersprachen sowie des Englischen) zu werfen“ (K.- W. Weeber, Romdeutsch, S. 7).

Latein verlangt Genauigkeit im Detail, erzieht zum aufmerksamen, langsamen Lesen und zur gründlichen Aufnahme von Informationen. Gründlichkeit, Ausdauer, Detailgenauigkeit und der Blick für Zusammenhänge, Umsicht und Folgerichtigkeit im Erarbeitungsprozess werden im Lateinischen in besonderer Weise entwickelt und trainiert - Schlüsselqualifikationen für künftige Führungskräfte in fast allen gesellschaftlichen Bereichen (s. K. W. Weeber, Mit dem Latein am Ende?, S. 18f).

Der Lateinunterricht zielt auf die Erschließung und Übersetzung von Texten, die die Kultur Europas entscheidend mitgeprägt haben. Die Auseinandersetzung mit diesen Texten führt zur fundierten Einsicht in Zusammenhänge, die für die denkerische und wissenschaftliche Kreativität grundlegend sind. Wer mit dem gelernten Latein einen eigenständigen Zugang zu diesen Quellen erworben hat, hat nicht einfach Wissenswertes angesammelt; er hat sich ein Potential erschlossen, Probleme in ihrer Vielschichtigkeit zu erfassen und eigenständig weiterzudenken.