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Griechisch

Lehrer: Herr Bordin (BO), Herr Braun (BN), Herr Büttner (BÜ), Frau Imiela (IM), Herr Meuser (MEU), Herr Schaaf (SCF)

Fachkonferenzvorsitzender: Herr Bordin (BO)

Klasse/Stufe: Jgst. 8 - 12; Graecum am Ende der Jgst. 11

Das Griechische gehört neben dem Indischen, Chinesischen und Hebräischen zu den ältesten Schrift- und Kultursprachen überhaupt. Es weist durch seine tiefgreifende Wirkung auf die Wissenschaften und auf die Kultur Europas sowie durch sein Fortleben im heutigen Neugriechisch eine Kontinuität von mehr als 3000 Jahren auf.

Das Erlernen der altgriechischen Sprache, das originalgetreue Übersetzen der Texte führt mit größtmöglicher Authentizität in diese weit reichenden Zusammenhänge unserer Kultur und an deren Wurzeln.

Da das Altgriechische eine reich entwickelte Sprache ist mit einer Fülle von differenzierten Ausdrucksmöglichkeiten, trainiert und erweitert der Griechischunterricht in besonderer Weise auch die eigene Sprachkompetenz; er hilft dabei, das Sprachgefühl zu verfeinern und den Horizont der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten deutlich zu erweitern.

Die Griechen als die großen „Entdecker des Geistes“ provozieren auch (junge) Menschen von heute mit ihren radikalen Fragestellungen zur direkten eigenen Auseinandersetzung mit den Grundfragen des menschlichen Daseins. Hier eine beispielhafte Auswahl aus den Unterrichtsthemen:

Worin besteht echtes Lebensglück? (Platon, Aristoteles, Epikur)

In welchem Verhältnis stehen Leidenschaft und Vernunft? (Homer; Tragiker)

Unrecht erleiden ist besser als Unrecht tun. (Sokrates)

Mitzulieben ist besser als mitzuhassen. (Antigone des Sophokles)

Muss man unmoralischer staatlicher Macht gehorchen? (Antigone und Sokrates)

Gibt es vernünftige Argumente für eine Existenz nach dem Tod? (Sokrates vor seinem Tod)

Welche Wahrheit drückt sich in Sagen und Mythen aus?

In der ein oder anderen Form wird jeder Griechisch Lernende - und zwar von Anfang an - auf diese Themenkreise stoßen und diese für sich in der Begegnung mit geistigen Pionieren wie Homer, Sokrates, Platon, Aristoteles oder Sophokles entdecken können. Das kann nicht nur zu Kenntnissen, sondern auch zu Erkenntnissen führen; es bringt das kritische Denkvermögen voran und fördert mit der Bewusstheit für die ethische Dimension dieses Denkens nachhaltig die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Dass darin auch die Beschäftigung mit Kunst, Architektur und Kultur der Griechen inbegriffen ist, versteht sich (fast) von selbst und wird durch die abschließende Studienfahrt nach Griechenland bestätigt und gekrönt.

Griechisch lernen ist sicher nicht die einzige Möglichkeit, sich in diesem ganzheitlichen Sinne zu bilden, wohl aber eine einzigartige ...