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Philosophie

Lehrer: Frau Achtelik (ACH), Herr Bramstedt (BRA), Herr Braun (BN), Frau Lambert (LB), Herr Lazar (LAZ), Frau Roesner (RS), Herr Schüller (SÜ)

Klasse/Stufe: Jgst. 5 - 7, 9 und 10 - 12

Vor rund zweieinhalb Jahrtausenden ist unter dem schönen griechischen Himmel die Philosophie entstanden, die Liebe zur Weisheit. Sie gab sich nicht mehr zufrieden mit dem Erzählen von Göttergeschichten (Mythen) oder dem Verweis auf heilige Traditionen; vielmehr versuchten die griechischen Philosophen, sich die Welt durch Denken zu erschließen. Sie fragten nach dem Wesen der Natur, des Menschen, des Staates und anderer Wirklichkeitsbereiche und sie begründeten eine Kultur der Nachdenklichkeit, die das europäische Geistesleben tief geprägt und auch in der Gegenwart ihre Kraft nicht verloren hat.

Auch der schulische Philosophieunterricht verfolgt das Ziel, eine Orientierung im Denken zu geben. Insbesondere Sinn- und Wertfragen werden gestellt: Was ist der Mensch? Die Krone der Schöpfung, ein Mängelwesen, eine brisante Mischung aus Es, Ich und Über-Ich? Wie handeln wir richtig? Lassen sich über die kulturelle Bedingtheit hinaus verbindliche Maßstäbe für Gut und Böse finden? Worin besteht Gerechtigkeit? Glück? Sind wir in unserem Handeln frei? Was können wir sicher wissen: über die Außenwelt und über uns? Woher wissen wir, dass alles, was geschieht, eine Ursache hat? Inwiefern sind das alles denn überhaupt sinnvolle Fragen? Und welche Antworten darauf überzeugen warum eher mehr, eher weniger?

In der gymnasialen Oberstufe gehört das Unterrichtsfach Philosophie zum gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld, ist Pflicht für die Schülerinnen und Schüler, die nicht an einem konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, und kann als 3. oder 4. Abiturfach gewählt werden.

Das Fach "Praktische Philosophie" ist in der gesamten Sekundarstufe I Ersatzfach für Religion. Im Unterschied zu den Fächern "Ethik" oder "Werte und Normen" in anderen Bundesländern, die sich vorrangig an der Werteerziehung Jugendlicher orientieren, bezieht "Praktische Philosophie" auch erkenntnistheoretische Fragen mit ein. Während der Philosophieunterricht der Oberstufe – zunehmend – auch wissenschaftspropädeutischen Charakter hat, stehen in der Sekundarstufe I Erfahrungen und Fragen der Lebenswelt der Jugendlichen im Mittelpunkt.
Demgemäß können Sinn- und Wertfragen hier anders ansetzen:
Bin ich jeden Tag der- bzw. dieselbe? Ich bin verliebt! Soll mein Kopf oder mein Bauch mein Handeln bestimmen? Wer sind meine Vorbilder? Sind Computer schlauer als Menschen?
Beobachte, experimentiere und formuliere ein Gesetz! – Was mache ich eigentlich in Physik, Chemie und Biologie?

"Das Fach 'Praktische Philosophie' soll den Schülerinnen und Schülern Antworten auf die Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz ermöglichen und eine eigene Sinn- und Lebensperspektive vermitteln", so formuliert das Kerncurriculum anspruchsvoll das Ziel.
Wir arbeiten daran, in aller Bescheidenheit.