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Tage der Naturwissenschaften im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt/Stufe 11



Von Robert Frohn (11)

Die Tage der Naturwissenschaften am BG hielten für die Schüler und Schülerinnen der 11. Jahrgangstufe 3 fachliche Richtungen bereit.

Zum einem konnte man die Universitätsklinik Bonn besuchen und sich dort Vorträgen über Epilepsie anhören. Eine weitere Möglichkeit bestand darin, zu den Bayer-Werken zu gehen und dort einiges über Chemie und Medikamenten-entwicklung zu erfahren.

Wer aber eher einen physikalischen Interessenschwerpunkt besaß, der hatte die Möglichkeit, sich für die 2-Tage im Deutschem Luft und Raumfahrtzentrum, kurz „DLR“ genannt, aufzuhalten. Nun, ich war einer dieser physikalisch Interessierten.  Der Ort, an dem wir uns befanden, war eine alte Zentrifugenhalle. Nun nannte sich das Gebäude School-lab.


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Dort befanden sich einige aufgebaute Experimente und im gleichen Raum wurden auch die Vorlesungen gehalten. Die dort aufgebauten Versuche waren alle unterschiedlicher Natur, um die Vielfältigkeit der Aufgabenbereiche des DLRs zu zeigen.

Ein Versuch behandelte die Aktive Lärmdämmung. Zuerst wurde der Schall als solches von einem Studenten und Mitarbeiter der DLR erklärt. Schall kann als Wellenförmige Bewegung der Moleküle in der Luft verstanden werden. Diese Bewegungen werden meist durch einen schwingenden Körper in der Luft verstanden. Bei der Bekämpfung von Schall können zwei Arten unterschieden werden. Einmal die passive Dämmung durch Verminderung der Schwingungen  am betroffenem Objekt. Oder die kompliziertere Methode zu Verminderung der Lautstärke durch eine gezielte Überlagerung der Schalwellen in der Luft, mit dem Resultat, das deren Summe 0- ergibt. Da eine Schwingung ein ständiges auf und ab bedeutet, kann man eine Gegenschwingung erzeugen, die genau eine halbe Wellenlänge zu kurz ist.

Diese künstlich erzeugte Welle macht dann genau ihren Ausschlag, wenn die Welle des Lärmobjektes ihre Einbuchtung hat. Das Ergebnis ist tatsächlich die Auslöschung des Geräusches. Beim erstem Nachdenken scheint es, paradox, das man um Schall effektiv zu vernichten, zusätzlichen erzeugen muss.

Das Experiment war dazu ausgelegt um die in der Theorie schlüssig klingende These in der Praxis zu bestätigen. Ein Turbinenmodell stand an der Wand, das den Lärm erzeugen sollte. An dieser kleinen Turbine war ein Lautsprecher angebracht, den Gegenschall zu erzeugen hatte. Zudem gab es noch einiges an Apparatur, mit der man das Experiment steuern konnte.

Nachdem alle Geräte angeschlossen waren, konnte der Versuch beginnen. Obwohl der Lautsprecher nur eine Tonspur überdecken konnte, war eine Reduzierung der Lautstärke bemerkbar. Es hatte tatsächlich eine bemerkbare Veränderung des Geräusches  durch den Einsatz von Aktiver Schallbekämpfung gegeben.

Diese Technik, die so plausibel klingt, kann jedoch nur in wenigen klein gefassten Bereichen angewandt werden. Da es bei weiten Strecken durch die Streuung und Dehnung der Wellen an manchen Stellen dazu führen kann, dass die Wellen sich nicht mehr auslöschen, sondern Summieren. Daher ist eine Flugzeugturbine mit ihrer begrenzten Größe für diese Technik genau geeignet. Der Neue Airbus 380, der mit dieser Technik ausgestattet ist, zählt mit seinen im vergleich zu einer Boeing 747 fast doppelt so großen Turbinen zu einem der Leisesten Passagierflugzeuge überhaupt. Dieser Versuch hat wieder einmal die Praktische Verwendung von Forschungsarbeit am DLR demonstriert. Damit war der Versuch beendet und wir wandten uns anderen Attraktionen zu, die man noch für uns bereithielt.

Am Ende des letzten Tages, im Zug, auf der Rückfahrt, unter fahlem, verwehrendem von der hereinbrechenden Dunkelheit ergrauendem und ständig müde Regentropfen sendendem Himmel. Da dachte ich nach über das, was ich gesehen, gehört und begriffen. Ich gestand mir ein, das ich viel gesehen, viel gehört und auch einiges gelernt hatte. Ob ich aber je für das gelernte Verwendung finden würde, das konnte mir aber nur der finstere, rötlich scheinende Himmel beantworten.


Bericht über das Experiment zur Gravitationstheorie

von Jannis Koltermann (11)

Als letztes kam unsere Gruppe, die nach starkem Schwund am 2.Tag nur noch aus Alex Falk, Max Boekel und mir, Jannis Koltermann bestand zum Experiment über die Gravitationstheorie.

Wir dachten vorher, dass der Versuch bestimmt darunter leiden würde, dass man gar nicht so viel machen könnte, das dies ein sehr theoretisches Thema sei, aber weit gefehlt: Als wir uns bei der 1.Frage(„Wird das auf der Waage angezeigte Gewicht im Aufzug beim nach oben fahren mehr oder weniger?“) uneinig waren,  probierten wir es kurzerhand selber aus! Das Ergebnis: Kurz nach dem Losfahren steigt das Gewicht kurz, um danach auf den gleichen Wert zurück zu fallen.

Danach ließen wir Wasser in einem Behälter mit einer Luftblase und einer angebrachten Kamera von einem Magnet fallen und beobachteten die Veränderungen danach am PC im Millisekundentakt: Während der kurzen Phase der Schwerelosigkeit befand sich die Luftblase genau in der Mitte! Wir deuteten das so, dass sich Sauerstoff in Schwerelosigkeit gleichmäßig verteilt!

Schließlich experimentierten wir noch mit einer brennenden Kerze, die in der Schwerelosigkeit sehr klein wurde, es blieb nur noch der blaue, sehr heiße Teil der Flamme. Das liegt daran, dass die Flamme in der Schwerelosigkeit den Sauerstoff nicht mehr bündelt.

Insgesamt bildete dieses Experiment also einen gelungen Abschluss interessanter zwei Tage!



(20.12.2008)


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