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Gefallene Läufer, gedrehte Partien und - ein Quantum Trost!

Matt aber nicht matt

Shake hands

Schier unfassbar

Als amtierender Mannschafts-Stadtmeister trieb es fünf junge BG-ler in das Handball-Bundesligastadion in die Landeshauptstadt Düsseldorf  -  um dort Schach zu spielen. Die Kulisse von 1000 jungen Schachspielern wusste die jungen Wilden anfangs zu beeindrucken, aber nicht zu beängstigen.

Dennoch bestimmte die berühmte Anfangsnervosität das erste Spiel, das prompt 1:3 verloren ging. Die Gruppe verließ daraufhin verunsichert die Halle. Die frische Düsseldorfer Luft und der Blick in den blauen Himmel machte die Köpfe wieder frei, beschwor ein grandioses Mannschaftsgefühl herauf, sodass die kommenden drei starken Gegner mit 3:1, 4:0 und 4:0 vom Tisch gefegt wurden. Die Mannschaft war im Turnier angekommen, die Gegner sollten aber stärker werden. Mit zahlreichen errungenen und erlittenen Unentschieden in den folgenden Partien war die Aussicht auf eine absolute Top-Platzierung, die die Teilnahme am Bundesfinale in Berlin bedeutet hätte, in weite Ferne gerückt.

Mannschaftsführer Julius Wendland an Brett 1 spielte die Partie des Turniers, in der er, nachdem ihm eine Figur heruntergefallenen war, vom Gegner (regelwidrig) gezwungen wurde, diese als nächstes zu ziehen ("berührt, geführt"). Ein vorentscheidender Nachteil, wie die umstehenden Betreuer meinten. Dennoch drehte Julius die Partie noch spektakulär und konnte seinen Gegner noch kurz vor Schluss matt setzen.

Auch die übrigen Spieler Christopher Stokal, Nicolas Legrand, Justus Verheyen und Moritz Bönders - allesamt mit positiver Einzelbilanz - spielten ein hervorragendes Turnier mit tollen Partien und fielen durch respektvolles Verhalten und Fair-Play-Aktionen auf.

Von zahlreichen Betreuern anderer Mannschaften vorgeschlagen, sollte die Mannschaft noch den inoffiziellen Fair-Play-Titel erhalten, da auch schwierige, nachteilige und regelwidrige Situationen stets ohne Eingriffe der Schiedsrichter gelöst werden konnten.

7 Stunden Schachspiel, 36 Partien, Ups und Downs, Schulterklopfen, gegenseitiges Aufrichten und gemeinsamer Jubel schweißte die Truppe sichtbar zusammen, die um 18 Uhr in jeder Hinsicht 5 cm größer den Turnierort verließ als sie ihn um 10 Uhr betrat.

Wir bedanken uns bei den Schiedsrichtern, der Turnierleitung und allen Helfern für einen überragenden Tag voller Erfolge, netter Kontakte, wertvoller Erfahrungen.

 

Es spielten für das Beethoven Gymnasium:

Julius Wendland, Christopher Stokal, Nicolas Legrand, Justus Verheyen (alle 6A) und Moritz Bönders (5A).