Navigation

Ergebniskrise der Lehrer*innen-Fußballmannschaft beim FVM Fußballturnier 2018

Sieger der Herzen

Voller Erwartungen reiste das Lehrer*innen-Fußballteam zur Sportschule nach Hennef, um dort nach einigen Jahren der Entbehrung wieder an ehemalige große Erfolge anknüpfen zu können. Und die Erwartungen waren durchaus berechtigt, konnte man sich doch mit Frau Besseler, Herrn Heuchel und Herrn Thiessen punktuell verstärken. 

Wie bei vielen großen Turnieren, sollte somit das erste Spiel richtungsweisend sein. Da der eigentliche Gegner von der Gesamtschule Waldbröl aber anscheinend in einer schulinternen Dienstbesprechung war und den Weg nach Hennef nicht rechtzeitig geschafft hat, wurde die Vorbereitung unserer Mannschaft immens gestört. Erst nach mehreren Minuten langen Wartens stand schließlich fest, dass die eigentliche zweite Partie gegen die Marie-Kahle-Gesamtschule vorgezogen werden sollte.

Leider litt durch diese nicht eingeplante Warterei nicht nur der Spannungsbogen unserer Spieler, sondern auch die Ansprache des Trainers Herrn Schmeling, der bereits während der Anfahrt gebetsmühlenartig versuchte hatte, die Wichtigkeit erster Spiele bei großen Turnieren zu betonen.

Denn so wirkte die Mannschaft ob des nicht eingeplanten Gegners irritiert. Auch wenn die Abwehr um Herrn Muschellik und Herrn Eckert sicher stand, klappten doch im Angriff die von Herrn Martinius und Herrn Meierarend einstudierten Spielzüge zu selten, so dass am Ende nur ein leistungsgerechtes 0:0 auf dem Zettel stand. Für alle Beteiligten eine Enttäuschung. Dies sprach für die Mannschaft, gab sie sich doch mit dem Gezeigten nicht zufrieden.

Im zweiten Spiel, nun gegen die Gesamtschule aus Waldbröl, gelobte man Besserung und setzte es auch in die Tat um, so dass man nach mehreren großen Chancen verdient durch einen sehenswerten Volleytreffer von Herrn Pfannenschmidt in Führung ging. Doch statt diese Führung zu verwalten und den Sieg sicher nach Hause zu fahren, spielte die Mannschaft offensiv auf den zweiten Treffer und wurde kurz vor Ende für ihre ikareske Übermütigkeit mit einem vermeidbaren Ausgleichstreffer bestraft.

Ohne Niederlage aber auch ohne Sieg ging man schließlich in das vorentscheidende dritte Spiel gegen die favorisierte Gesamtschule Aldenhofen Linnich, in der man die bis dahin beste Turnierleistung bot. Trotz großen Kampfes und einiger gefährlicher Gegenangriffe verlor man denkbar knapp mit 0:1. Somit war die Mannschaft im letzten Spiel gegen die Heinrich-Heine-Gesamtschule unter Zugzwang und musste dieses gewinnen. Immer wieder rollten filigran vorgetragene Angriffe auf den gegnerischen Torwart zu und schließlich hatte Herr Harries in der letzten Spielminute den Siegtreffer auf dem Fuß und damit den Einzug in die Finalrunde. Leider fand der Ball des Schützens – obwohl dieser mathematisch äußerst geschult – nicht den Winkel des Tores, sondern nur die angrenzende Heide, so dass die Mannschaft ohne Sieg, aber trotzdem mit einer Menge positiven Erfahrungen und nur einer Niederlage die Heimfahrt antreten musste.

Ein großartiger Dank geht an die wiedermal in großer Zahl angereisten Schlachtenbummler*innen aus dem Kollegium, die die Mannschaft nicht nur lautstark unterstützten, sondern auch nach dem Ausscheiden emotional auffingen. Und so stand für alle fest: der Weg dieser Mannschaft ist noch nicht zu Ende.