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Berlinfahrt 2018

Die Berlinfahrt vom 13. bis 17. Januar 2018 von Interessierten aus den Q2-Geschichtskursen begann mit einer sehr angenehmen Busreise, bei der wir wie in Polen das Glück hatten, mit einem sympathischen Fahrer Bekanntschaft zu machen. Abends angekommen, unternahmen wir noch einen kleinen Stadtrundgang durch die Machtzentrale Willhelmstraße mit anschließender Einkehr in eine gemütliche Berliner Schenke. Sonntags fand dann ein Seminar im Haus der Wannseekonferenz statt, also an dem Ort, an dem die „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen wurde. Hier gab es eine sehr interessante Führung mit einem Historiker, weitere Lernprogramme und zwischenzeitlich eine originale Berliner Currywurst an der wunderschönen Szenerie des Wannsees. Montagmorgen teilte sich die Gruppe auf, um an diversen Workshops wie z.B. zum Thema „Film im Nationalsozialismus“ teilzunehmen. Am Dienstag ging es weiter zu einem Zeitzeugengespräch mit einer damaligen Widerständlerin in der DDR. Interessant war es hier zu erfahren, dass nicht alle, die sich gegen das totalitäre Regime der DDR gewehrt haben, direkt eine Wiedervereinigung Deutschlands herbeiführen wollten. Gegen Ende des Tages gelangten wir zum wohl spannendsten Teil der Kursfahrt: dem ehemaligen Stasigefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Hier trafen wir auf die ehemalige Fernsehmoderatorin Edda Schönherz, die uns ihren Lebensabschnitt der Verfolgung durch die Stasi und Inhaftierung in dem Gefängnis erzählt hat. Besonders erschreckend war, in welch einer perfiden Art und Weise den Inhaftierten dort psychische Folter sowie permanente Überwachung widerfahren ist. Frau Schönherz wurde später mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Danach gab es erneut Freizeit, und so konnte man beispielsweise Fotos vor dem Brandenburger Tor schießen oder den besten Döner Deutschlands probieren. Am letzten Tag der Reise besuchten einige die Gedenkstätte des Flüchtlingsauffanglagers der BRD in Marienfelde, das die ohnehin schon facettenreiche Reise mit der Perspektive der Ausreise und der Fluchten aus der DDR abrundete. Dann ging es auf die Heimreise. Die Berlinfahrt war lerntechnisch eine Bereicherung und mit unseren netten Lehrern – Herr Muschellik, Frau Schaaf und Herr Boyer –, dem spannenden Berlin und dem schönen Miteinander ein einmaliges Erlebnis, zugleich war sie für viele auch die letzte „Klassenfahrt“ ihres Lebens, auf die man glücklich zurückblicken kann.