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Wo alles begann: Deutsch-französische Spurensuche in Lothringen

Drei Tage lang hatten Mitte Mai 2017 22 Schüler und Schülerinnen der EF in Begleitung von Frau Bedke und Herr Weitz Gelegenheit jene Region zu erkunden, die aus gutem Grund als eigentlicher Geburtsort der europäischen Gemeinschaft betrachtet werden kann. Über mehrere Generationen hinweg war Lothringen Schauplatz schrecklicher Kriege, aber auch einer einmaligen Verständigung und Versöhnung.

Entsprechend war das Programm gestaltet: Die Fahrt begann in der alten Reichs- und Bischofsstadt Metz, die in ihrem Stadtbild deutsch-französische Geschichte(n) im Kleinen widerspiegelt. Sie führte die Gruppe anschließend nach Verdun, wo auf den Schlachtorten die Auseinandersetzung mit einer jahrhundertelangen europäischen Normalität stattfand, dem Krieg. Sie endete in Scy-Chazelles bei Robert Schuman, der mit anderen Gründungsvätern ab 1950 die heutige europäische Friedensordnung begründete. Der Reichtum europäischer Kultur und Kunst konnte schließlich im Centre Pompidou von Metz bewundert werden.

Die Fahrt war ein Ersatz für den in diesem Jahr leider ausgefallenen Frankreichaustausch. Alle Teilnehmer erlebten französischen Alltag in der Begegnung mit Land und Leuten nur wenige Tage nach der spannenden Präsidentenwahl. Eine Stadtrallye und andere Arbeitsaufträge boten vielfältige Gelegenheit zur Verständigung und zum Vergleich mit der deutschen Normalität. Fazit: Die Fahrt vom Rhein an Mosel und Maas ist überaus lohnend, um das kulturelle und sprachliche Fundament Europas zu erkunden und bewusst daran zu erinnern. Vive l’Europe!