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Geschmack an der Wissenschaft: Marshmallows im Vakuum beim DLR_School_Lab

Ein Experiment

Seit vielen Jahren ist es gute Tradition, dass die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen im Rahmen eines Besuchstags beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln-Wahnheide die Gelegenheit erhalten, mit Hilfe von ansprechenden Experimenten naturwissenschaftliches Wissen zu vertiefen und aktuelle Forschungsfragen hautnah kennen zu lernen.
Da Mitte November an allen Helmholtz-Schülerlaboren an den großen Namensgeber Hermann von Helmholtz erinnert wird, waren einige Elemente des Besuchsprogramms für unsere Klasse 7D diesmal etwas anders als sonst: So waren beim Vortrag des Leiters Dr. Richard Bräucker zum Thema „Mensch und Weltraum“ die Schülerinnen und Schüler des DLR_School_Lab in Helgoland live zugeschaltet. Lebendig vermittelte Dr. Bräucker unter anderem die Entstehung des Lebens auf der Erde und brach dabei die für die Kinder unglaublich langen Zeiträume der frühen Geschichte unseres Planeten auf die überschaubare Dauer eines Jahres herunter.  Nähme man hierbei den Urknall als Ausgangspunkt, so wären die  vor 1,6 Millionen Jahren auf der Bildfläche erschienenen ersten Einzeller erst am 18. November aufgetaucht; und Homo sapiens sapiens hätte am 31. Dezember um 23:56 Uhr das Licht der Welt erblickt. In diesem Zeitraffer der Geschichte unseres Planeten wäre die Menschheit mithin erst vier Minuten auf der Welt.
In praktischen Experimenten zu Vakuum, Schwerelosigkeit, Infrarot, Werkstoffen sowie der „Mission to Mars“ waren die Schülerinnen und Schüler anschließend in Kleingruppen aktiv.  Die Kinder konnten u.a. mitverfolgen, wie Marshmallows, wenn um sie herum ein Vakuum erzeugt wird, ihre Größe verändern, bevor sie am Ende die Forschungsobjekte in wieder geschrumpfter Form verzehren konnten.  
Beim Experiment zur Schwerelosigkeit wurde zunächst im Film vorgeführt, wie der Zustand der Schwerelosigkeit auch auf der Erde zu Forschungs- und Trainingszwecken erzeugt werden kann. So erreichen Flugzeuge beim Parabelflug zeitweise den Zustand der Schwerelosigkeit, bei dem Menschen vom Boden abheben und schweben – einschließlich fliegender Haare und frei fliegender Brillen!  Aber auch im Fallturm in Bremen kann der Zustand der Schwerelosigkeit im freien Fall erreicht werden -  und eben auch im DLR_School_Lab.  Im Rahmen des Experiments konnten die Schülerinnen und Schüler  kleine Objekte in Kapseln beim Erreichen der Schwerelosigkeit beobachten.
Zum guten Schluss bestand für alle die Gelegenheit, bei einem Besuch des Europäischen Astronautenzentrums einen maßstabsgetreuen Nachbau des europäischen Beitrags zur Raumstation ISS (Columbus-Modul) sowie das Modell einer Sojus-Kapsel zu besichtigen. Bei dieser Erkundung begeisterte nicht nur die Technik. Auch die hohen Anforderungen an die Vorbereitung der Astronauten auf die Arbeit im All stießen auf reges Interesse. So müssen die Astronautinnen und Astronauten nicht nur über hervorragende Englisch- und Russischkenntnisse verfügen; sie erhalten auch eine Ausbildung im Sanitätsdienst, um eigene Wunden und Verletzungen selbst versorgen zu können, und müssen aufgrund der Druckverhältnisse beim Start z. B. in der Lage sein, das Neunfache ihres eigenen Körpergewichts auszuhalten. 

Geduldig und kompetent wurden alle Fragen beantwortet - der Funke sprang über! Vielen Dank an das Team des DLR_School_Lab!